herbe Enttäuschung
Admira Technopool : Team Wiener Linien 3:6 (1:4)
Eine herbe Enttäuschung waren sowohl das Ergebnis als auch die Darbietung unserer Mannschaft nach der 2. Heimniederlage. Da darf es auch nicht als Ausrede gelten, dass unser heutiger Gegner mit 2 Spielern verstärkt wurde, die in beinahe jedem Spiel ihrer Kampfmannschaft eingesetzt wurden. Denn auch in unserem Team standen genug Spieler mit ausreichender Erfahrung und vor allem Ambitionen in Richtung Kampfmannschaft. Abgesehen von einem 20minütigem Lichtblick (in dieser Phase starteten wir eine Aufholjagd) präsentierten wir uns nicht als Mannschaft und es mangelte wohl auch an der richtigen Einstellung, denn wir wirkten überheblich und waren sichtlich überrascht, dass unser heutiger Gegner es gewagt hat, Paroli zu bieten und auf Sieg zu spielen. Nur 2 bis 3 Spieler spielten halbwegs in Normalform; der Rest inklusive des sonst so sicheren Schlussmannes Peklinger erwischte einen rabenschwarzen Tag. Dabei konnte sich unser Goalie bereits nach 2 Minuten gut in Szene setzen als er einen Schuss zur Stange ablenken kann. Und auch beim fragwürdigen Handelfmeter zum 0:1 (Erünal wurde unglücklich angeschossen) wäre er beinahe dran gewesen. Als nach 20 Minuten ein gegnerischer Verteidiger einen Stanglpass von Zaloudek an die Latte ablenkte, war das unser erstes offensives Lebenszeichen. Nach 25 Minuten können die TWLer ungehindert bis zum Sechzehner kombinieren und erzielen das 0:2. Dabei schien es als ob Peki den Ball halten würde, der kullerte aber unter seinem Becken an die Stange und fand den Weg ins Tor. Dann erwachen wir ein wenig aus unserer Lethargie und Ljubos kommt ungehindert zum Schuss – aber daneben. Und nach 33 Minuten endlich ein öffnender Diagonalpass von Ludwey auf Talpa und dessen Hereingabe braucht Selimovic nur mehr über die Linie zu drücken. Die Freude währt aber nur kurz, denn Erünal übersieht nach einem Rempler den frei stehenden Stürmer und es steht 1:3. Zum Drüberstreuen lässt Peklinger einen Freistoß genau vor die Füsse eines Gegners prallen und der kann ungehindert das 1:4 erzielen.
Nach dem Wechsel war ein gewisses Aufbäumen ersichtlich und wurde beinahe belohnt. Zuerst Elferfoul an Baskarad – Talpa verkürzt. Nach einer Stunde verlieren wir Ludwey mit Gelb-Rot nach einem Foul im Strafraum – Elfmeter – und diesmal lenkt Peki den Ball zur Stange ab. In der gleichen Minute kassiert TWL eine Rote Karte nach einer Rangelei und eine weitere Minute später verkürzt Selimovic nach einer Hereingabe von links auf 3:4. Jetzt hatte man den Eindruck da geht noch was, aber nach 75 Minuten dann ein folgenschwerer Patzer von Erünal. Er verdribbelt sich im eigenen Strafraum und TWL nützt das Geschenk zur Vorentscheidung. In der Schlussminute geht eine seitliche Flanke an Freund und Feind und Peklinger vorbei und findet den Weg ins lange Eck – 3:6.
Torschützen: 1:2 Selimovic (33.)
2:4 Talpa (55./EM)
3:4 Selimovic (62.)










